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unser Woringen - ein geschichtsträchtiges Dorf | <<-- zurück Seite 2 von 8 vor -->>
| Chr. datiert.
Neben vielen weiteren Einzelfunden ist uns auch ein frühbronzezeitlicher Hortfund aus Ittelsburg bekannt. Dort wurde 1951 am Falken Bronzewerkzeug und Restmaterial vom Bronzeguß im Gesamtgewicht von 24,6 kg gefunden.
Der Bronzezeit schließt sich die Urnenfelderzeit (1200-800 v. Chr.) an. Funde aus dieser Zeit wurden in Woringen bisher nicht gemacht.
In der Hallstattzeit (800-500 v. Chr.) findet der neue Werkstoff Eisen seine erste große Anwendung. Die Bezeichnung Hallstatt kommt von dem Ort Hallstatt im Salzkammergut in Österreich, wo 1824 ein Gräberfeld entdeckt und etwa 2000 Gräber ausgegraben und untersucht wurden. Wie schon in der Urnenfelderzeit wurden auch in der älteren Hallstattzeit die Toten verbrannt und die Asche in Urnen beigesetzt. In der jüngeren Hallstattzeit war jedoch die Körperbestattung vorherrschend.
Auch der nördlich von Woringen gelegene keltische Grabhügel stammt aus diesem Zeitabschnitt. Ob das Grab ein Urnengrab oder ein Grab mit Körperbestattung war, ist nicht festgestellt worden. Der Größe nach ist es durchaus denkbar, dass es sich um ein Fürstengrab handelt. Der Grabhügel wurde 1968 untersucht und dabei anhand der verschiedenen Bodenschichten der Beweis erbracht, dass der Hügel künstlich aufgeschüttet ist. Er war einst ein Vielfaches höher als jetzt; durch Wind, Regen und Jahrhunderte langes Pflügen wurde er immer flacher. Im Inneren des aufgeschütteten Grabhügels lag einst die hölzerne Grabkammer, in der die Toten, bzw. die Urnen bestattet wurden. Die Kammer, die auf den gewachsenen Boden aufgesetzt und nicht eingegraben war, wurde aus Holzbohlen in Blocktechnik errichtet. Die Größe reichte von 2,40 – 5 m im Quadrat.
Bei der Körperbestattung stand an der NW-Seite ein 4-rädriger Wagen, auf dem der Tote lag. In kleineren Kammern wurde der Wagen aus Platzmangel nur symbolisch angedeutet, indem man Teile des Pferdegeschirrs ablegte. An der Ostwand waren die Vorratsgefäße aufgereiht. Sie dienten der Aufnahme von Nahrungsmitteln für die Reise des Verstorbenen ins Jenseits. Je nach Geschlecht wurden Waffen oder Schmuck beigelegt, aus Keramik oder Metall. Nachdem die Begräbnisstätte so ausgestattet war, wurde die Holzkammer mit Erde überschüttet. In der La Tène-Zeit - vom Ende der Hallstattzeit bis 15 v. Chr. - errangen die Kelten eine gewisse Vorherrschaft in Europa. Das seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesene Volk betrieb Ackerbau und Viehzucht. Wegen räuberischer Übergriffe benachbarter Stämme baute man Erdburgen, d.h. Erdbefestigungsanlagen... |
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